Wenn sich E.coli in Biofilmen verstecken‼️

Diese „Bakterien-Gemeinschaften“ sind wahre Überlebenskünstler – sie schützen sich gegenseitig und machen Behandlungen oft schwierig. Biofilme sind hartnäckig und oft der Grund, warum Infektionen immer wiederkehren. 🦠

Antibiotika, die gegen Biofilme eingesetzt werden, sind meist Reserve-Antibiotika, die zahlreiche Nebenwirkungen haben.

Gerade in der Vagina oder Blase ist das Gleichgewicht entscheidend: Probiotika oder lokale Milchsäurepräparate helfen, das natürliche saure Milieu wiederherzustellen. Laktobazillen können pathogene Biofilm-Bakterien verdrängen.

NAC (N-Acetylcystein): NAC ist ein Stoff der Aminosäure Cystein und wird als Schleimlöser und Antioxidans genutzt. Es kann den Stoffwechsel von Bakterien stören und deren Anheftung an Oberflächen hemmen – also schon die erste Phase der Biofilmbildung.

1. Adhäsion:

Bestimmte Bakterien – z. B. Gardnerella vaginalis in der Vagina oder uropathogene E. coli in der Blase – haften an der obersten Zellschicht an und bilden eine schützende Schleimschicht aus Zucker und Eiweiß.

2. Wachstum

Im sicheren Biofilm-Mantel vermehren sich die Bakterien und laden weitere „Mitbewohner“ ein – der Biofilm wächst und wird stabiler. Antibiotika haben oft keine Chance durchzudringen.

3. Verbreitung

Irgendwann lösen sich Teile des Biofilms und neue Bereiche werden infiziert.

Biofilme sind komplex, deshalb ist die Auswahl von Antibiotika hier komplizierter und hängt stark von der Bakterienart, dem Ort der Infektion und dem Biofilm-Typ ab.Ein Antibiogramm ist unerlässlich, da nicht jedes Antibiotikum auf jeden Biofilm wirkt. Selbst „biofilmaktive“ Antibiotika schlagen oft nur teilweise an.

Die meisten Biofilm-Antibiotika sind Reserve-Antibiotika, die man nicht einfach wie Penicillin oder Amoxicillin einsetzt. Sie sind „stark“ sowohl in der Wirkung als auch in den Nebenwirkungen und im Resistenzrisiko.

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