Im Harntrakt und im Genitalbereich leben verschiedene Mikroorganismen – vor allem Bakterien, aber auch Pilze und selten Viren (Herpes, HPV). Gemeinsam bilden sie ein zusammenhängendes mikrobielles Ökosystem.

Lactobacillus-Arten

Gardnerella vaginalis

Streptokokken

Staphylokokken

Escherichia coli

Candida albicans

Das urogenitale Mikrobiom umfasst alle Mikroorganismen in Bereichen wie:

  • Blase, Nieren, Harnleiter, Harnröhre
  • Innere weibliche Geschlechtsorgane
  • Äußere weibliche Geschlechtsorgane
  • Penis
  • Prostata

Die Mikroorganismen sind miteinander verbunden und beeinflussen sich gegenseitig. Wenn ein Bereich des urogenitalen Mikrobioms aus dem Gleichgewicht gerät – also eine Dysbiose auftritt – kann das weitreichende Auswirkungen auf andere Bereiche des Harn- und Genitaltrakts haben. Eine Störung in der Vagina, zum Beispiel durch eine Überwucherung von Gardnerella vaginalis oder Candida und einen gleichzeitigen Rückgang von schützenden Lactobacillus-Bakterien, erhöht den pH-Wert und schwächt die natürliche Schutzbarriere. Das kann wiederum das Risiko für Harnwegsinfektionen erhöhen, da krankmachende Bakterien wie E. coli leichter in die Blase gelangen können.

Auch eine Dysbiose in der Blase selbst kann Folgen für den Intimbereich haben. Werden die schützenden Bakterien in der Blase reduziert, können Krankheitserreger einfacher die Vagina besiedeln, was zu Reizungen oder Infektionen führen kann. Auch Pilze wie Candida oder Viren wie HPV und Herpes können das Gleichgewicht im Urogenitalbereich stören, indem sie die lokale Abwehr schwächen und so indirekt andere Mikroorganismen beeinflussen.

Gesunder Darm + gesunde Vagina = gesunde Blase. 

0